Erfolgreicher Abschluss: Mit einem Treffen des ZaKI.D-Projektteams und der Firma Häuser & Co. GmbH am 7. März 2025 wurde das erste Umsetzungsprojekt KIMETRO des Zentrums für angewandte Künstliche Intelligenz (ZaKI.D) erfolgreich beendet. Das Team unter Leitung von Ole Werger erzielte bedeutende Fortschritte in der automatisierten Verarbeitung von Metallrohren durch Künstliche Intelligenz (KI).
Das Zentrum für angewandte Künstliche Intelligenz Duisburg (ZaKI.D) hat sich zum Ziel gesetzt, fortschrittliche KI-Technologien in die industrielle Praxis zu integrieren und somit die Wettbewerbsfähigkeit von lokalen Unternehmen in und um Duisburg zu steigern. In verschiedenen Umsetzungsprojekten soll dieser Wissenstransfer gelingen. Das erste Projekt mit der er Firma Häuser & Co. GmbH wurde am Freitag, den 7. März 2025, abgeschlossen.
Zielsetzung von KIMETRO
Im Projekt »KIMETRO« (KI-unterstützte METallROhr-Beschichtung) wurde eine Machbarkeitsstudie zur KI-gestützten Erkennung der optimalen Temperatur und Dauer der Wärmezufuhr auf unterschiedlichen Metallrohren durchgeführt. Derzeit beurteilen Mitarbeitende die optimale Verarbeitungstemperatur anhand eines spezifischen Glanzes der Rohr-Oberfläche.
Künftig soll ein kameragestütztes System diesen Glanz analysieren und die Metallrohrverarbeitung automatisieren. Dafür wurden verschiedene Algorithmen des maschinellen Lernens implementiert und evaluiert, die die Kamerabilder als Datenquelle nutzen, um möglichst in Echtzeit die optimalen Verarbeitungsparameter für das Werkstück zu bestimmen. So wird sichergestellt, dass die Rohre mit gleichbleibender Qualität produziert werden – vergleichbar mit der Prüfung durch eine Fachkraft.
Zukunftsperspektiven: Schweißrobotik und neue Werkstoffanwendungen
Mittelfristig sollen mit der Technologie die wenigen verfügbaren Fachkräfte entlastet werden. Während des Projektes wurden zahlreiche Bildreihen von der Verarbeitung aufgenommen und analysiert. »Die Projektergebnisse bilden eine solide Basis für zukünftige Anwendungen in der automatisierten Fertigung, beispielweise für den Einsatz von maschinellen Schweißrobotern«, sagt wissenschaftlicher Mitarbeiter und KIMETRO-Projektleiter Ole Werger.
Das entwickelte Modell decke zudem ein großes Spektrum an Werkstoffen ab, was die Anwendbarkeit der Technologie erheblich erweitert. »Die KI-Technologie könnte perspektivisch sogar besser sein als das menschliche Auge und damit die Basis bilden, neue Werkstofflegierungen zu entwickeln und verarbeiten zu können. Die Grenzen der technischen Machbarkeit werden verschoben«, ergänzt Geschäftsführer Hendrik Häuser.
Das erfolgreich abgeschlossene Projekt, das von ZaKI.D-Projektleiter Prof. Torben Weis von der Universität Duisburg-Essen und Andree Schäfer von der Duisburg Business & Innovation GmbH initiiert wurde, soll nun als »Vorbild« für zukünftige Umsetzungsprojekte im Rahmen des ZaKI.D-Projektes dienen. »Wir sind überzeugt, dass die Kombination aus menschlicher Expertise und künstlicher Intelligenz die Zukunft der industriellen Fertigung prägen wird«, fügt Werger hinzu.